Bayern München treten als klare Favoriten zu Hause an (73,4% Gewinnwahrscheinlichkeit), gestützt durch eine große Differenz in den erwarteten Toren zwischen den Mannschaften (Lambda 3,172 gegen 1,328, erwartete Gesamttore 4,5) und eine einseitige aktuelle Bilanz. Der deutlichste Vorteil des Marktes liegt eher im Toremarkt als beim Handicap: Over 4 Tore bietet den hervorstechendsten positiven Edge (8,9%), während das Hauptasiatische Handicap bei -1,75 auf einen Münzwurf zwischen den beiden Mannschaften hinausläuft.
Bayerns Favoritenrolle ist hier nicht in erster Linie eine Formgeschichte — die Tabellendaten sind für beide Clubs unvollständig, daher ruht die Argumentation stärker auf der Torquote als auf der Tabellenposition. Die Lambda-Aufteilung (3,172 für Bayern gegen 1,328 für Stuttgart) deutet auf einen Spielzustand hin, in dem Bayern erwartet wird, Chancen in wesentlich höherem Maße zu kreieren und zu verwandeln, und die fünf letzten Treffen unterstützen dieses Muster: 3-0 und 4-2 Heimsiege für Bayern in diesem Jahr, plus 0-5, 1-2 und 1-3 Ergebnisse in früheren Spielen auswärts. Keines dieser Spiele war knapp, und keines war torarm, was mit der Gesamttorerwartung des Modells von etwa 4,5 und einer Wahrscheinlichkeit, dass beide Teams ein Tor erzielen, von etwa 70,6% übereinstimmt — Stuttgart hat durchweg getroffen, auch während sie deutlich verloren haben.
Allerdings sollte die Edge-Bilanz über den vollen Satz überprüfter Quoten diesen Eindruck einer einseitigen Preisabweichung tempern. Von 19 überprüften Quoten wiesen nur 5 positiven Edge gegenüber 14 negativen auf, und der Durchschnitt liegt unter Null — eine Erinnerung daran, dass für jeden zweiseitigen Markt die Buchmachermarge (7,4% hier) garantiert, dass beide Seiten einer Linie nicht beide günstig bepreist sein können, so dass die positiven Edge-Quoten in den Toremärkten eine lokale Uneinigkeit zwischen Modell und Markt sind, nicht ein Zeichen, dass die gesamte Liste falsch bepreist ist. Das Hauptasiatische Handicap bei -1,75 ist ein gutes Beispiel: Beide Seiten dieser Linie weisen kleine negative Edges auf, was bedeutet, dass die Preisgestaltung des Marktes für Bayerns Fähigkeit, ein knapp zwei-Tor-Handicap zu decken, grob mit dem Modell in Einklang steht, anstatt deutlich davon abzuweichen.
Zwei weitere Vorbehalte sind wichtig für das Gewicht dieser Analyse. Aufstellungen wurden noch nicht bekannt gegeben, so dass nichts hier potenzielle Ausfälle auf einer der Seiten berücksichtigt, was die Torerwartung in beide Richtungen verschieben könnte. Und die dieser Analyse zugrunde liegenden Quoten wurden etwa 169 Stunden — etwa eine Woche — vor dem Anstoß von einem einzigen Buchmacher entnommen, daher sind die hier gezeigten Handicap- und Toremärkte ein Ausgangspunkt statt eine aktuelle Lektüre; Preise verschieben sich typischerweise, manchmal erheblich, wenn Teamnachrichten und Marktliquidität sich dem Anstoß am Donnerstag nähern.